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Wärmekonzept Sieverstedt

13.​12.​2024

 Wärmekonzept Sieverstedt-Logo 

 

Auf der Abschlussveranstaltung am 12.12.2024 im Gemeinschaftsraum der Sporthalle zum Quartierskonzept Sieverstedt stellten Jan Möller und Dr. David-Willem Poggemann vom Planungsbüro Zeiten°Grad das bisherige Ergebnis ihrer Arbeit vor.

 

Es hat sich bei der Auswertung der erhobenen Bestandsdaten herausgestellt, dass zwei getrennte Wärmenetze auf Grundlage von Biomasse realistisch denkbar sind. Süderschmedeby und Sieverstedt/Stenderupau könnten damit versorgt werden, die vorhandenen Biogasanlagen könnten ggf. mit einbezogen werden.

 

Voraussetzungen für das wirtschaftliche Betreiben eines Wärmenetzes sind – unabhängig von der Art der Anlage – kurze Wege von der Anlage bis zum Haus und vor allem eine hohe Anschlussquote von mindestens 70%.

 

Sollte die 70% Anschlussquote nicht erreicht werden, würden nur noch Einzelhauslösungen in Frage kommen. Hierbei könnten Nachbarschaften prüfen, ob eine Kostenreduzierung bei einer gemeinsamen Beauftragung energetischer Maßnahmen am Haus oder bei der Anschaffung und Installation von mehreren Wärmepumpen erzielt werden kann. 

 

Jan Möller und Dr. David-Willem Poggemann betonten wiederholt, dass es ein „weiter so“ mit fossilen Energien nicht geben kann. Ab 2027 greifen die EU-weiten erheblich höheren CO2 Preise, die zu einer durchschnittlichen Erhöhung von Heizkosten mit Öl oder Gas von bis zu 5.000 Euro pro Haushalt pro Jahr führen können. Zusätzlich zum Klimawandel ist das Loskommen von der Abhängigkeit von Öl und Gas ein weiteres Argument für ein Umsteigen auf nachwachsende Energien. 

 

Während der Diskussionsrunde im Anschluss an den Vortrag von Zeiten°Grad wurde auf ein privates, in Planung befindliches Wärmenetz in Stenderupau hingewiesen. Es könnte dort eine Anlage auf Basis von Biomasse (China-Gras-Häcksel) entstehen, die das Neubaugebiet, die umliegenden Straßen, die neue Feuerwehr und ggf. auch die Schule mit Wärme versorgen könnte. Die abschließenden Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie stehen jedoch noch aus. Die Gemeinde wird diese und auch weitere private Initiative unterstützen. 

 

Wie geht es weiter?

Die Gemeindevertretung wird in den Fachausschüssen über das weitere Vorgehen ergebnisoffen beraten und die nächsten Schritte planen. 

 

Die Umsetzung eines Wärmenetzes steht und fällt mit der Beteiligung möglichst vieler Haushalte. Die Anschlussquote von 70% muss in den jeweiligen Ortsteilen erreicht werden. Die Erhebung einer voraussichtlichen Anschlussquote wird zeitnah begonnen. 

 

Ansprechpartner für die Gemeinde ist Bürgermeister Finn Petersen 

(Tel. oder WhatsApp 0172 78 31 552).

 

Beitrag erstellt für die Gemeindevertretung, 13.12.2024/Birgit Schröder


 

 

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